Ein Jugendgipfel gegen unbedachten Plastikkonsum

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Wie lässt sich der unbedachte Konsum von Plastiktüten eindämmen? 

Drei Schüler*innen der UNESCO-AG (Tomma Nauschütt, Kim-Derya Wilts und Jan Rieper) sind mit Schülern des UNESCO-Netzwerks aus Rhauderfehn, Bad Zwischenahn, Oldenburg, Emden und Osnabrück auf dem „plastiktütenfreien Gipfel“ in Osnabrück (21.9./22.9. 2017) dieser Frage nachgegangen. Sie erfuhren dort, dass die Schüler der Ursulaschule (Osnabrück) vor drei Jahren das Projekt „plastiktütenfreies Osnabrück“ ins Leben gerufen und Geschäfte dazu bewegt hatten, auf Plastiktüten zu verzichten. Ein Projekt, das nach Meinung der Schüler auch auf Emden in Anbetracht der immer neu in Umlauf gebrachten Plastiktüten ausgeweitet werden muss.

In verschiedenen Workshops an der  Osnabrücker Hochschule und im „GreenLab OS“ der Universität Osnabrück  wurde sich darüber ausgetauscht,  welche Folgen Makro- und Mikroplastik im Wasser für die Tierwelt als auch für uns Menschen hat.  Mit einfachen Methoden filterten die Schüler (Bild) Mikroplastik aus einem Wasser-Sand-Gemisch . Bei der Untersuchung gängiger Kosmetika mussten sie feststellen, wie viele Plastikteilchen in jedem Produkt steckten, die der Verbraucher tagtäglich ins Wasser spült. Besonders interessant war eine Führung im benachbarten Botanischen Garten, die die Frage beleuchtete, aus welchen Pflanzen Naturfaser gewonnen werden können, die möglicherweise eine Alternative zur Plastiktüte bieten. Am Ende des Gipfels waren sich alle Teilnehmer des Gipfels einig, die Öffentlichkeit für das Thema „Plastikmüll“ stärker zu sensibilisieren und eigene Initiativen zu starten. Sie formulierten dazu einen Forderungskatalog an Wirtschaft und Politik.

Die UNESCO-AG ist nun dabei, einen Aktionstag zum Thema „Plastikmüllvermeidung“ vorzubereiten.

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